Abschied des Verlegers
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mit dieser Ausgabe verabschiede ich mich von Ihnen.
Nach 26 Jahren aktivem Einsatz als Verleger und Herausgeber der POSTGESCHICHTE (von Nummer 0 bis 104) - wovon die ersten 18 Jahre auch als Leiter der Redaktion - ist für mich die Zeit reif, die Verantwortung für unsere Zeitschrift in neue Hände zu übergeben.
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass das Fortbestehen der POSTGESCHICHTE gesichert ist. Was deren Zukunft anbetrifft, bin ich sehr zuversichtlich, und zwar aus den folgenden drei Gründen:
Erstens ist mit der Schweiz. Vereinigung für Postgeschichte (SVPg), in die sich der ehemalige Schweiz. Altbrief- und Spezialsammler- Verein (S AS V) 1992 umgewandelt hat, der ideale neue Träger für den Postgeschichte-Verlag und die Zeitschrift POSTGESCHICHTE gefunden, dies schon von der Bezeichnung her. Nichts lag näher, als diese Verbindung auch rechtlich herzustellen und die Verlagsrechte an die SVPg zu übertragen, was per l. Januar 2006 geschehen wird. Unsere Zeitschrift wird damit offizielles Publikationsorgan der SVPg; Format A5, Bezeichnung, Logo und Nummerierung werden beibehalten resp. weitergeführt.
Zweitens freut es mich, den Stab an einen initiativen, jungen und doch schon erfahrenen Chefredaktor übergeben zu können, nämlich an den bisherigen Redaktor der SVPg-Bulletins, an Jürg Roth (Multbergsteig 14, CH-8422 Pfungen, Tel. Priv. 052 315 42 56, Tel. Gesch. 044 564 54 01, Fax Gesch. 044 564 50 10, e-mail: roth.juerg@hispeed.ch).
Jürg Roth verdient sicher unser Vertrauen, braucht aber als Redaktor auch unsere volle Unterstützung; meiner kann er gewiss sein. Wollen Sie bitte in Zukunft alle redaktionellen Zuschriften, Artikel, Unterlagen und Anregungen direkt an ihn schicken. Drittens ist es das Wissen um die grossen Zukunfts-Chancen der Postgeschichte als Forschungs- und Sammelgebiet, und damit auch unseres Titels, der Fach-Zeitschrift POSTGESCHICHTE, das mich sehr optimistisch stimmt. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Geschichte der Postbeförderung, eben die Postgeschichte ("Philatelie" als Teilbereich eingeschlossen), als integrierender Bestandteil allgemein historischen Geschehens und als Teil der Verkehrs- und Kulturgeschichte in naher und ferner Zukunft weiterhin Forscher, sogenannte Postgeschichtler faszinieren wird; und natürlich auch Sammler von ebensolchen, diese Geschichte dokumentierenden postalischen (und philatelistischen) Belegen, welche als Kulturgüter zu betrachten sind.
Liebe Leser, liebe Abonnenten, ich empfehle Ihnen, weiter dabei zu bleiben und die POSTGESCHICHTE weiterhin zu abonnieren oder aber gleich Mitglied der Schweiz. Vereinigung für Postgeschichte zu werden. Was mich persönlich betrifft, so werde ich sicher weiter "dran" bleiben und mich vielleicht bei Gelegenheit mit einem Artikel in unserer Zeitschrift zurükkmelden. Ich danke Ihnen allen für Ihr Vertrauen, Lesern und Abonnenten für ihre Treue, Redaktoren und Mitarbeitern für ihre Arbeit und Hilfe.
Ihr Hans R. Schwarzenbach