Buchbesprechungen

Emil Rüegg
Eidgenössische Fahrpost 1849-1907 Wertstücke- und Nachnahmetarife
Herausgegeben von der Schweizerischen Vereinigung für Postgeschichte (SSHP), Arbeitsgruppe Graubünden. Format 17x25cm, fest gebunden mit Schutzumschlag, 80 Seiten, 35 farbige Abbildungen. Preis sFr. 60.- zuzüglich Versandspesen. Bezugsquelle: POSTGESCHICHTE-Verlag, Postfach 174, CH-8024 Zürich 1; beim SSHP oder im Fachhandel. Es ist dem Autor Emil Rüegg in hervorragender Weise gelungen, die Eidgenössische Fahrpost des letzten Jahrhunderts darzustellen und die nicht häufigen, schwierigen und deshalb von vielen Sammlern noch vernachlässigten FahrpostBelege zu «neuem Leben» zu erwecken. Zum Unterschied zwischen Briefpost und Fahrpost, welcher auch nicht allen Sammlern geläufig sein dürfte, zitiere ich gleich den Autor selber aus der Einführung: « Wichtig zu wissen ist, dass mit der Briefpost nur Briefe ohne Wert, Chargebriefe, Nachnahmen (bis 31.12.1851 Fr. 20.-, bis 31.12.1861 Fr. 30.-, ab 1. Juli 1862 bis Fr. SO.-), Schriftpakete, Warenmuster oder kleine Pakete ohne Wert bis 4 Pfund (ohne Einschreibung) sowie Zeitungen oder andere Druckschriften versandt werden konnten. Mit der Fahrpost sind alle Gewichtsstücke wie Pakete, Waren, Koffer etc., alle Geldsendungen in bar, aber auch Papiervaloren oder Gegenstände von in Zahlen angegebenem Wert, Nachnahmen über Fr. 20.- bis Fr. 200.- (ab 1852 Fr. 300.-) zum Versandgelangt. Die Post war bei den Fahrpoststücken bei Verlust auch haftbar. Alle Fahrpoststücke sind in der sogenannten Fahrpost-Karte eingetragen worden, und auf Verlangen des Aufgebers hat derselbe gegen Gebühr einen Aufgabeschein erhalten. Die Briefpost und die Fahrpost sind im selben Büro und ausser in grossen Büros auch durch denselben Beamten abgefertigt worden.» Das Werk enthält Reglemente und Tarife vom 1. Oktober 1849 bis zum 1. März 1898, 11 OriginalTariftabellen sind dargestellt und erklärt. Anhand von 35 farbig reproduzierten Originalbelegen werden die Tarifberechnungen ausführlich erläutert. Dabei geht der Autor auch auf die teils verschiedenen Berechnungen der Alpenpasszuschläge ein, deren Anwendung wohl den meisten Philatelisten noch unbekannt ist. Ich kann das schöne Buch allen AltschweizLiebhabern und Postgeschichtlern zum Studium empfehlen.

Karl Schracke
Geschichte der deutschen Feldpost im Kriege 1914/18
In einer unglaublichen, detaillierten und umfassenden Darstellung veröffentlichte Karl Schracke 1921 die Ergebnisse mehrjähriger Forschungsarbeit und Auswertung von über 1000 Bänden Feldpost-Akten! Neben der ausführlichen Darstellung von Organisation, Aufbau, Postbeförderung, den einzelnen Fronten, Paket- und Zeitungsverkehr, Portostufen und Versandbestimmungen wird auch die Feldpost in den besetzten Gebieten, die Luft-, Marine- und Kolonial-Feldpost sowie die Postzensur ausführlich besprochen. Für jeden postgeschichtlich orientierten Sammler und Händler ein unentbehrliches Nachschlagewerk. Das seit Jahrzehnten vergriffene und gesuchte Buch ist soeben als bibliophiler Reprint erschienen, gebunden in schwarzem Leinen mit Goldprägung, in limitierter und handnumerierter Auflage von nur 500 Exemplaren! 360 Seiten, 8 Karten, Preis DM 99.- (zzgl. Versand/Lieferung gegen Rechnung), Bestellungen an: Philatelie & Verlag Michael-Ch. Scheike, Am Dobben 101, D-28203 Bremen l, Tel. (0421) 705414, Fax (0421) 705414

Gerhard Oberleitner
Geschichte der deutschen Feldpost 1937-1945
Ein neues Standardwerk in bestechender Aufmachung und Produktionsqualität. Der Autor gibt einen fundierten und wirklich umfassenden Überblick über das gesamte Feldpostgeschehen, beginnend mit den Manövern 1937 bis hin zur Überrollerpost nach Kriegsende. Erstmals wird dabei grosser Wert auf die Einbindung in das allgemeine Zeitgeschehen der Kriegsjahre gelegt, hierzu finden sich neben zahllosen Stempel- und Belegabbildungen Originalfotos aus allen Feldpostbereichen, verschiedenste Dokumentabbildungen und interessante Briefinhalte, Tabellen und DatenÜbersichten sowie Karten. In Einzelkapiteln geht der Autor auf sämtliche Teilgebiete des Feldpostdienstes und seiner Besonderheiten ein. 244 Seiten, 11 Karten, 430 Abbildungen, davon ca. 50 in Farbe, hochwertiger Kunstdruck, gebunden, mit farbigem Titelfoto, Preis DM 79- (zzgl. Versand/Lieferung gegen Rechnung), Bestellungen an: Philatelie & Verlag Michael-Ch. Scheike Am Dobben 101, D-28203 Bremen, Tel. (0421) 705414, Fax (0421) 705414

J.-C. Porignon
La Poste rurale au 19* siede en Belgique (Dictionnaire/catalogue) et en Europe (Aper£u)
376 Seiten, 70 Farbbilder, Preis FF 400.- zuzüglich Versandkosten. Dieses Buch will durch eine Fülle von Informationen einem breiten Leserkreis dienen - Philatelisten und Stempelsammler auf der Suche nach der Bedeutung der verschiedenen Poststempel mit variierenden Farben von Rot, Schwarz, Blau und Grün finden eine Erklärung für diese besonderen Stempel für Belgien und zehn andere europäische Staaten: Deutschland (Baden, Bayern, Preussen und Thurn und Taxis), Spanien, Frankreich, England, Irland, Griechenland (mit Kreta), Italien, Luxemburg, Holland und Schweiz; - Sammler finden einen Katalog mit Seltenheitsbewertungen der Herkunftsstempel aller belgischen Gemeinden, alphabetisch geordnet nach der Schreibweise von 1840 mit Rücksicht auf die flämische Orthographie; - Historiker. Geographen und Statistiker finden in den Jahren 1836, 1840, 1850, 1868 und 1896 eine komplette Liste mit Postablagen und Einwohnerzahlen von etwa 2500 im Jahre 1840 vorhandenen belgischen Gemeinden und jene, welche bis 1896 dazugekommen sind; - interessierte Heimatsammler, die für ihren Kreis oder ihre Gemeinde die ländliche Post erforschen, sei es zur Identifizierung der Stempel (68 % der belgischen Gemeinden sind erfasst), sei es in der Rekonstruktion der Botenumläufe, werden eine Fundgrube vorfinden. Bestellungen an; J.C. PORIGNON 8, Av. des Jonquilles, F-60128 PLAILLY Tel: (33)-44543594 Fax:(33)-44543925

Voranzeig e
Fritz Heimbüchler
Rumänien: Die Ochsenköpfe des Fürstentums Moldau Handbuch 1852-1862 Erstmalige Abbildung sämtlicher derzeit bekannter Exemplare der runden Ochsenköpfe.
Die Ochsenköpfe der Moldau von 1858 zählen zu den seltensten und interessantesten Marken Europas. Ende des Jahres 1994 erscheint das seit Jahren geplante, umfassende Handbuch über die Marken und Stempel des Fürstentums Moldau. Nach beinahe 30-jähriger intensiver Beschäftigung mit den klassischen Ausgaben Rumäniens und der Vorphilatelie als Sammler und Prüfer stellt der Autor seine Erfahrungen und sein umfangreiches Wissen in einem vorzüglich ausgestatteten, reich illustrierten Band zur Verfügung. Das Buch gliedert sich in folgende Abschnitte:
I) Die Vormarkenzeit ab 1852: Die Postorganisation in der Zeit der Postpächter. Die frühesten, bekannten Postdokumente von 1822/25. Die ersten Poststempel im Fürstentum Moldau 1852. Bewertung vorphilatelistischer Briefe im Anhang.
II) Die Ochsenköpfe der Moldau 1. Ausg. Vorgeschichte, Druck, Auflagenhöhe, Restbestand; Echtheitsmerkmale, Papier, Druckfarben, Neudrucke; Fälschungen 1852/68; Tarife, Poststempel bis 1862. Rund oder viereckig geschnitten? Die Qualitätsfrage. Zuverlässige Prüfung. Im Anhang: Bewertung auf Brief, Briefstück, nach Stempeln, nach Paaren.
III) Die Ochsenköpfe der Moldau 2. Ausg.: Druck, Anordnung der Marken im Bogen, Auflage, Papierfarben, Kehrdrucke, seltene Einheiten und seltene Frankaturen. Die 5 Parale Zeitungsmarke, Fälschungen, Bewertung von Einheiten, Briefen und Poststempeln. Grosse RumänienSammlungen der Vergangenheit.
IV) Dokumentation sämtlicher derzeit bekannter Exemplare der 1. Moldau-Ausgabe v. 1858 Dieser Teil ist das Ergebnis einer fast 3 Jahrzehnte währenden Arbeit des Zusammentragens von Marken und Briefen, die in Sammlungen, Auktionen, in der Literatur und auf Ausstellungen fotografisch erfasst werden konnten, teilweise zurückgehend bis zur Jahrhundertwende. Auf ca. 700 Abbildungen, zum Teil in 4-FarbenOffsetdruck, sind die derzeit, existierenden Marken der 1. Moldau-Ausgabe, geordnet nach Wertstufen, Postorten und Datum erstmals systematisch erfasst. Eine Art «Vita» einzelner Marken mit Vorbesitzer, Auktionen, Erhaltungszustand, Prüfzeichen bzw. Attesten und anderen Daten, soweit bekannt. Mit Abbildungen sämtlicher Briefe der 1. Ausgabe!
V) Dokumentation der 2. Moldau-Ausgabe: Mit zahlreichen Abbildungen der wichtigsten Frankaturen und Einheiten vom 1. Nov. 1858 - 5. Mai 1862, Daten, Prüfvermerken, Auktionen, Vorbesitzer.
Das Buch ist für den ernsthaften Sammler, den Liebhaber der klassischen Ausgaben, den Literaturkenner sowie für jedes Auktionshaus gleichermassen erforderlich wie für den Briefmarkenhandel, der sich mit den klassischen Ausgaben Europas beschäftigt. Für Sammler, die sich dem schönen und ungewöhnlichen Gebiet Rumänien zuwenden wollen, ist es das Einsteigerbuch schlechthin. Im Verlauf der nächsten Jahre ist Band II geplant, der die Ausgaben von 1862- 1872 bearbeitet.
Die ungewöhnlich vielen Reproduktionen machen den Band kostbar und unentbehrlich. Das im Grossformat 21 x 29,7 cm / DIN A4, Text zweisprachig DEUTSCH-ENGLISCH, mit ca. 16 Farbtafeln und rund 100 Schwarz-Weisstafeln, zahlreichen Stempeltabellen, ca. 900 Abbildungen, Kunstdruckpapier, ca. 380 Seiten, solide gebunden, Fadenheftung, erstklassiger roter Kunstledereinband, im Schuber kostet DM 248.- zuzüglich Porto Subskriptionspreis bis 1.10.1994 DM 22R- + Porto Bestellungen ab sofort bitte an: Fritz Heimbüchler, FRPSL-B.P.P.-AIEP Bosettistrasse 9, D-81247 München Tel. /Fax 089/8111251 Postbank-Konto München 5682 89-803 BLZ70010080 Fritz Heimbüchler

A.V. Kiryushkin, P.E. Robinson

Russian Railway Postmarks
A major new book, published June 1994. The culmination of four years of research into archives in Russia and study of numerous collections in the West, listing 2,600 railway postmarks (mostly illustrated) with rarity guide, plus explanation of the T.P.O. System and maps. Sections cover Station postmarks, Numbered T.P.O.s (both oval and circular types, along with dates of usage), unnumbered railway postmarks, postage due marks of the railway System, and non-railway VOKZHAL (Station) cancels. The 15 pages of maps will greatly assist the collector in working out the often complex routes that letters followed around the Russian Empire. A «MUST» for every railway collector and postal historian, äs well äs for all those who collect Russia. 180 pages, A4 formal, perfect bound. Just published. £20 (£25 airmail outside Europe), Orders to: J. Barefoot Ltd, P.O. Box 8, GB-York YO3 7GL, England.