Französische Gebührenberechnung

Als Grundlage diente der französische Inland-Briefpost-Tarif, gültig ab l. l. 1828 -31. 12. 1848. Die Gebühr berechnete sich nach Distanz und Gewicht. Die Distanz wurde gemessen: Luftlinie (direkte Entfernung) Abgangsort - Bestimmungsort. Für ausländische Briefe nach Frankreich wurde das Inlandsporto vom vertraglich

l er. JANVIER 1828 (Loi du 15 Mars 1827)

LETTRES Taxe reglee d* apres la distance en ligne droite existant entre le lieu oü la lettre a ete confiee ä la poste et le lieu oü eile doit etre remise. Nombre de ports festgelegten Grenzpunkt aus berechnet. In unserem Falle gab es nur denGrenzpunkt Beifort. Zur Inlandsgebühr wurde dann noch das „ausländische Porto" dazugezählt und bei schweren Briefen die Grundgebühr anschliessend nach der Gewichtsprogression multipliziert. Aus „Les Tarifs Postaux Francais 1627 - 1969" von J.P.Alexandre, Brun, u.a.


Französische Gebührenberechnung - Beispiele

Winterthur, 17. April 1831


Zürich, 30.7.1840
Korrektur des Tarifstempels für das „ausländische Porto"


Französische Gebührenberechnung - Beispiele mit Gewichtsprogression

1. Einfacher Portobrief bis 7½ Gramm

2. Portobrief von 7 ½ -10 Gramm


Französische Gewichtsprogression bei „Muster ohne Wert"
Art. 1 1 sieht für „Muster ohne Wert" („Echantillons sans valeur") einen ermässigten Gebührensatz von 1/3 vor, allerdings unter der Voraussetzung, dass das Muster als solches leicht erkennbar gemacht sei, was in einem versiegelten Brief nicht der Fall war. In diesem Fall steht die Bemerkung „Echantillons sans Valeur" wohl eher als Erklärung, dass der Brief keine Wertgegenstände enthält.

Poste rurale
„Poste rurale" (Landpost) meint die Botenbeförderung gegen l D. nach kleineren Orten ohne eigenes Postbüro.