ITALIA 98 in Mailand

Diese grosszügig konzipierte Ausstellung - mit den Ferraris in der Mitte, die mein Jungenherz begeisterten - war aus verschiedenen Gründen bemerkenswert. Die ineinandergeschachtelten Ausstellungshallen sorgten dafür, dass man immer wieder falsch landete, und so Sammlungen ansah, die man sonst nicht gesehen hätte; die Mischung der verschiedenen Klassen (Postgeschichte und Thematik) war originell und führte zum gleichen Ergebnis: eine Farbkodierung im Ausstellungsverzeichnis sorgte für den „Durchblick" (falls man die Einführung gelesen hatte); die Weitläufigkeit, der grosse Raum zwischen den Rahmen gestattete jederzeit ein Fachsimpeln vor den Rahmen ohne jemanden zu stören und führte zu längeren „Spaziergängen". Auch fand man immer einen Sitzplatz; klar erkennbare Sicherheitsleute waren (zu) reichlich vertreten, aber vermutlich erforderlich. Kleinigkeiten zum Essen und Trinken gab es ausreichend. Der grosse Ausstellungskatalog war einmalig: jeder Aussteller war aufgefordert, zwei seiner bemerkenswertesten Stücke als Farbkopie mit Erläuterungen zur Verfügung zu stellen. So entstand ein grossartiges, lehrreiches Buch. Warum dieser Katalog (getrennt zu erwerben) und das Ausstellungsverzeichnis (im Eintrittspreis vom 8000.- LIT eingeschlossen) verschiedene Formate hatten, bleibt unklar. Insgesamt war es eine sehr schöne Ausstellung. 

M. Amplatz, B-Eupen