Die Basler Taube und ihre Abgabemenge am Schalter


Basel, 13. August 1845

44 Tage nach Ausgabe der „Basler Taube" wurde dieser Brief mit einer Barfrankatur von 2 Kreuzern = V2 Batzen an den Stadtrath in Basel aufgegeben. Mit diesem Dokument kann bewiesen werden, dass die im Intelligenz-Blatt der Stadt Basel vom 30.6.1845 erfolgte Publikation der Ausgabe von Frankozettelchen = „Basler Taube" nur im Bogen von 20 Stück zu 5 Batzen erhältlich waren.
l. Der Absender war ein kürzlich ernannter, subalterner Postbeamter und hatte also einen kleine Lohn.
2. Briefe i i Staatsstellen waren zu frankieren, da sie sonst nicht angenommen wurden.
Zur Frankierung des Briefes mit einer „Basler Taube" zu 2 ½ Rappen (l Kreuzer) innerhalb der Stadtmauern hätte unser Mann demzufolge einen Bogen zu 20 Marken erstehen müssen. Mit seinem kleinen Lohn für einen einzelnen Briefs Batzen auszugeben war ihm viel zu teuer. Was hätte er auch mit den restlichen 19 Stück anfangen sollen? Philatelistische Frankaturen wurden s. Zt. wohl kaum welche auf Vorrat gemacht. 4. Hätte man auf dem Postamt einzelne Frankozettelchen erweben können, so wäre unser subalterner Postbeamte doch an der Quelle gewesen, und hätte für seinen Brief nicht das Doppelte nämlich 5 Rappen = 2 Kreuzer oder ½ Batzen, was rückseitig mit ½ vermerkt ist, bezahlt.