Fälschungen mit Freimarken der bayerischen Wappenausgaben


Es liegen wieder einige Fälschungen mit bayerischen Marken der Wappenausgabe vor. Die Stücke stammen aus sog. Flohmarktkisten und waren im Schnitt mit ca. 50 € ausgepreist.
Zwei normalerweise unfrankierte Einlieferungsscheine wurden "aufgemotzt" Im ersten Fall mit 2 mal 57 y. Der Stempel wurde dabei vom echten Stempel links unten abgenommen. Im zweiten Fall wurde die nachträglich aufgeklebte Marke mit dem Siegel des kgl. bay. Amtsgericht Nürnberg abgestempelt.

eine weitere Methode einen interessanten Beleg zu fabrizieren sehen wir an den nachfolgenden Beispielen:

Eine reizvolle Kombination von Freimarke und Gebührenmarke auf einer Zustellurkunde mit 20 Pf. Portovermerk. Beide Marken wurden aufgeklebt, der Stempel aufgedruckt. Lediglich der Entwertungsstrich der 56 x ist original.

Hier hat sich der "fantasiebegabte Hersteller" fast selbst übertroffen. Auf einer portofreien Regierungssache wurde die Marke, mit bereits bekannter Dienstsiegelentwertung, der RZettel und zu guter Letzt auch noch der Portokontrollstempel, PC / N hinzugefügt. Ein wirkliches "Traumschnäppchen".

Zum Schluss noch ein Stück bei dem sich die Fälschung normalerweise mit ein paar grundlegenden Stempelkenntnissen der bayerischen Pfennigzeit erkennen lässt.

Eine schöne Ganzsache mit einer 38 a als Zusatzfrankatur für die Auslandsverwendung nach Moskau. Beide Marken wurden entwertet durch einen Bahnpoststempel. Und hier liegt der Hase im Pfeffer.

Die Bayerischen Bahnpoststempel tragen in der dritten Zeile immer die Streckenangabe des Kurses. In unserem Falle müsste es die Kursangabe

Mchen - Nberg

sein. Statt des zweiten Ortes steht bei unserem Stempel jedoch die Jahresangabe 1878. Bei entsprechender Vergrösserung kann man auch den Farbunterschied der Nachmalung ausmachen. So wurde aus dieser unüberlegten Stempelergänzug ein gutes Stück relativ wertlos gemacht.