Analyse eines Beispielbeleges

Im folgenden Abschnitt wird gezeigt, wie die vollständige Analyse eines Dorfpostbeleges aussehen könnte. Die gezeigten Beispielbelege sind ausgesuchte Idealfälle, die alle nötigen Informationen bieten. In vielen Fällen ist es nicht möglich alle Merkmale für Analysen dieser Art zu finden.

Erkennbar: Dorf des Absenders: Trigrad, Kreis von Devin (siehe Pfeil a) Handschriftliche Markierungen für Einschreiben: "R", Einschreibnummer und Gewicht (siehe Pfeile b) Einschreibzettel von Devin mit erneuter Gewichtsangabe (siehe Pfeil c). Dorfpoststempel (Entwertung der Marken): "1. Z(wischen) D(örfliche Post) Abteilung Devin" vom 01. April 1937. Destination: Stadt Plovdiv, Ankunft am 05. April 1937 (rückseitiger Stempel)

Nachschlagen: Seite 32 (Seite nach dem Originalbuch!): nach dem neuen System war ein Dorfpostbezirk nicht mehr an die Kreisstadt, sondern an das Postamt einer Stadt oder eines Dorfes angeschlossen. Hier: Stadt Devin. Von dort aus erfolgte die Weiterleitung an die staatliche Post.

Seite 43 (Seite nach dem Originalbuch!): Es handelt sich um die Dorfposttype 7b

Seite 10 (Seite nach dem Originalbuch!): Kommentar zu Artikel 39 des Dorfpostgesetzes: eingeschriebene Sendungen wurden entgegen der Vorschriften auch von Dorfpostboten angenommen - deshalb fehlt der Agenturstempel von Trigrad.

Porto: 4 Lewa - "2 Lewa Einschreibgebühr für das Inland + 2 Lewa Inlandsbriefporto für die erste Gewichtstufe bis 20 Gramm (andere Literatur)

Fertige, vollständige Analyse: 01. April 1937, Einschreibbrief vom Dorf Trigrad nach Plovdiv über Devin. Der Dorfpostbote nahm in Trigrad den Brief entgegen und vermerkte handschriftlich Einschreibnummer und Gewicht. In der Stadt Devin erfolgte das Aufkleben des nummerierten Einschreibzettels und eine erneute Gewichtsangabe. Nach der Weiterleitung an die staatliche Post erreichte der Brief Plovdiv am 05. April 1937. Porto 4 Lewa: 2 Lewa Einschreibgebühr + 2 Lewa Inlandsbriefporto bis 20 Gramm. Verwendung der Dorfpoststempeltype 7b.