Hilfestellung zum Lesen der Stempel

Die Arbeit mit den Texten der Dorfpoststempel ist für Philatelisten mit geringen Kenntnissen der bulgarischen Sprache und Schrift sehr zeitaufwändig. Der folgende Leitfaden soll nur kleine Hilfestellungen geben und kann nicht die Zuhilfenahme eines Wörterbuches oder das Lernen des kyrillischen Alphabetes ersetzen. Für Anfänger gebe ich folgende Regeln zum Übersetzen und Lesen der Stempeltexte als Hilfestellung:
1. alternative Lesweise. "Trinska Okolija", der "Triner Kreis", kann auch als "Kreis von Trin" interpretiert werden.
2. Die Einteilung erfolgt stets nach dem Schema (sortiert nach Grosse): Okrag - Okolija - Utschastak - Selo (= Bezirk - Kreis - Abteilung/Revier - Dorf) . Das bedeutet, dass beispielsweise das Dorf (Selo) Medven zur l. Abteilung des Kreises von Kotel und somit zum Bezirk von Sliven gehört.
3. Für die exakte Interpretation eines Dorfpostbeleges aus einem Dorf ist es unumgänglich die Absenderangabe zu lesen. Der Autor muss hier anmerken, dass es für Anfänger bzw. für Nichtbulgaren sehr schwer ist die Schreibschrift in Druckschrift zu übertragen. Nur mit sehr viel Übung können die notwendigen Absenderangaben entziffert werden. Als Hilfestellung merke ich an, dass vor der Nennung des Dorfes im Absender üblicherweise stets der Buchstabe "c" für "Selo" (=Dorf) steht. Für schwere und "hoffnungslose" Fälle muss die Hilfe eines Bulgaren oder eines Experten für die bulgarische Sprache in Anspruch genommen werden.
3. Für die exakte Interpretation eines Dorfpostbeleges aus einem Dorf ist es unumgänglich die Absenderangabe zu lesen. Der Autor muss hier anmerken, dass es für Anfänger bzw. für Nichtbulgaren sehr schwer ist die Schreibschrift in Druckschrift zu übertragen. Nur mit sehr viel Übung können die notwendigen Absenderangaben entziffert werden. Als Hilfestellung merke ich an, dass vor der Nennung des Dorfes im Absender üblicherweise stets der Buchstabe "c" für "Selo" (=Dorf) steht. Für schwere und "hoffnungslose" Fälle muss die Hilfe eines Bulgaren oder eines Experten für die bulgarische Sprache in Anspruch genommen werden.

5. verwendete Abkürzungen in den Stempel:

„C. n." = CEJ1CKA nOlMA (Dörfliche Post oder Dorfpost)
„M. C." = MEXßy CEflCKA HOLLIA (Zwischendörfliche Post)
„c." = CEflO (Dorf)
„CEJ1CKO OELH." = CEflCKO OELUMHCKO... (Dörfliche Gemeinde -....; z.B.:
„CEflCKO OEUJMHCKO yriPABHEHME" = Dörfliche Gemeindeverwaltung).
„MM" = „ij" (hartes und weiches „i") - altslawische Ausdrucksform der bulgarischen Sprache des 19. Jahrhunderts (und früher). Im späten 20. Jahrhundert wird sie nicht mehr verwendet. Die beiden Buchstaben bewirken keine Änderung der Bedeutung. Beispiel: „C.n. II (m) V-tACTbKb HEBPOKOlTb" = „Dorfpost, II. Abteilung Nevrokop"
„T.n. nOCT" = TEflErPAQO-nOUJEHCKM nOCT (Telegraf, und postal. Posten)

6. Übersetzung von den wichtigsten Formulierungen in den Dorfpoststempel:
CBMUjOBCKA CEnCKA OEUJMHA: bedeutet „Svischtover dörfliche Gemeinde" (besser: „Dörfliche Gemeinde von Svischtov").
CBMUJOBCKO: die Endung „CKO", „CKA" oder „CKH" hinter einem Städte- oder Dorfnamen bedeutet „zugehörig zu " und wird bei den Stempeln als (zum Beispiel „CBHIHOBCKO" alleine stehend) „Kreis von Svischtov" interpretiert.
KMETCKM HAMECTHMKb bedeutet „Bürgermeisterlicher Vertreter" (besser: „(Stellvertreter des Bürgermeisters").
ME)Kßy CEflCKA HOIUA bedeutet „Zwischendörfliche Post"
CTPEflEUKO CEfiCKO OBUJMHCKO YnPABflEHME bedeutet „Streletzer dörfliche Gemeindeverwaltung" (besser: „Dörfliche Gemeindeverwaltung von Streletz")
ßOEPklßOnCKA OEU1UHA bedeutet „Dobridoler Gemeinde"
CE/7CKW OEUJMHCKM HAPOßEH CbßET bedeutet „Dörflicher (und) gemeindlicher Volksrat" (besser: „Volksrat der dörflichen Gemeinde").
TbPHOBCKO OKP~b>KME bedeutet „Tirnovoer Bezirk" (besser: „Bezirk von Tirnovo")
nOlUEHCKO ArEHCTBO CBOPMUJE bedeutet „Postagentur Sborischte". OKOfllW bedeutet „Kreis"